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           Lambertskirche











Gegenüber der Martinskirche ist die Lambertskirche ein Gotteshaus mit bescheidenster Einfachheit. In seiner frühesten Gestalt, ist es vielleicht eine Gründung des Klosters Lorsch gewesen, dass hier über reiche Besitztümer verfügte. Nachdem das Kloster um 1196 seine Bedeutung verlor, ging die Kirche an das Kloster Otterberg über. Otterberg wurde Großgrundbesitzer in Bockenheim und in Folge Grundherr der Gemeinde.
In der Fehde zwischen Leiningen und Kurpfalz 1471 wurde die Kirche zerstört. Es ist nicht urkundlich nachzuweisen aber höchst wahrscheinlich, dass Otterberg die Kirche wieder aufbauen ließ. Die Sakristei befand sich im Erdgeschoss des Turmes, wo sie sich heute noch befindet.
Ihr Deckengewölbe war rein romanischer Art, was darauf schließen lässt, dass die Kirche ein romanische Bau gewesen sein muss.
Nachdem sich auch Otterberg auflöste gingen ihre Besitztümer an die kurpfälzische Regierung in Heidelberg.
Das Gotteshaus wurde dem reformierten Kultus geweiht und es wurden keine Katholiken im Dorf geduldet.
1689 im orleanischen Krieg wurde die Kirche erneut zerstört. Die durch die Kriegswirren leer gewordenen Kassen, erlaubte es der Regierung nur auf billigstem Wege die Kirche wieder aufzubauen. Heute erinnert nur die Sakristei an das ursprüngliche romanische Gotteshaus.
Der westfälische Friede 1648, hat dem deutschen Volk die Glaubensfreiheit gebracht und somit siedelten sich in Bockenheim wieder Katholiken an, die, nachdem die Kirche um 1700 wieder aufgebaut wurde, sie gemeinsam mit den Reformierten nutzten. Damit war das Gotteshaus Simultankirche geworden und blieb es bis 1913. Seit 1922 ist die Kirche alleiniges Eigentum der Protestanten.
Sie hatte bis auf den Verlust der Glocken, den ersten Weltkrieg heil überlebt. Im zweiten Weltkrieg wurden die von einigen Familien gestifteten Glasfenster zerstört und die erworbenen Glocken wurden von der Heeresverwaltung wieder eingezogen.
Im Frühjahr 1949 wurden die Fenster erneuert und im Juni erhielt der Turm drei neue Glocken. Man gab der Kirche noch einen imposanten Treppenaufgang, der von der Kirchengasse zu ihrem Eingangsportal hinauf führt.

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