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           Erich Mattern (1922-2003)










In einer Zeit bitterer Kriegsnachwehen wurde Erich Mattern als zweitältester Sohn von Heinrich und Amalia Mattern geboren.
Von 1929-1937 besuchte er die Volksschule in Kleinbockenheim, ehe er eine dreijährige Friseurlehre begann.
Im Zuge des Riesenaufmarschs (1940-41)deutscher Truppen an der Westgrenze Russlands wurde der spätere Bürgermeister der Gemeinde Bockenheim zur Marine nach Wilhelmshaven einberufen und auf dem Zerstörer "Z 26" als Signaler (Einsatzgebiet Ostsee) ausgebildet. Nach Ausbruch des Krieges in Russland wurde das Kriegsschiff ins Eismeer abkommandiert, wo es bei -36 Grad sank. Erich Mattern konnte gerettet werden. Nach dreimonatigem Einsatz im Südatlantik, geriet Erich Mattern 1945 in französische Kriegsgefangenschaft.
Krankheit und Verwundung begünstigten 1946 seine Entlassung in die Heimat.
In der Folgezeit verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Friseurgehilfe, ehe er nach abgeschlossener Meisterprüfung (1952), ein Friseurgeschäft eröffnete.
Der Mauerbau in Berlin hatte bereits begonnen, als Erich Mattern 1961 dem SPD Ortsverein beitrat.
Politische Stationen:
1961 Mitglied im SPD Ortsverein
1964 3. Beigeordneter im Gemeinderat (zuständig für Sport, Kultur, Fremdenverkehr und Altenbetreuung.
1969 2. Beigeordneter
1971 1. Vorsitzender des SPD-Gemeindeverbandes Grünstadt-Land.
1974-1989 Ortsbürgermeister der Gemeinde Bockenheim.
In dieser Zeit wurden unter Erich Mattern folgende Vorhaben in die Tat umgesetzt:
1. Erschließung Baugelände Margreiderstraße und Burgundenstraße (westlich)
2. Baugebiet "Auf dem Heyer"
3. Wasserversorgungssicherung durch Bau eines Hochbehälters
4. Sanierung der "Jakob Böshenz Schule"
5. Bau der Schulturnhalle
6. Neugestaltung des Festplatzes
7. Ausbau Partnerschaftsplatz
8. Neugestaltung des Dorfplatzes unterhalb der Schloßtreppe
9. Gestaltung Ortseingang Nord
10. Bau von drei Bushaltehäuschen
11. Bau eines Jugendraumes
12. Freundschaftsvertrag mit Margreid (Südtirol) und Grandvilliers (Frankreich).
Vereinstätigkeiten:
1929-1966 Aktiver Fußballer des TUS Bockenheim, Spielausschussvorsitzender und Vorstandsmitglied
1959 Goldene Ehrennadel des SWFV
1980 Ehrenmitglied des TSV
1965 Ehrenmitgliedschaft im Carnevalverein, Spielmannszug Bockenheim und VDK
1966 Goldene Ehrennadel vom "Deutschen Marinebund"
1974-1989 2.Vorsitzender vom "Förderkreis Mundarttage"
1980-1989 Mitglied im Vorstand "Kuratorium zur Gestaltung der Deutschen Weinstraße" in Bockenheim
Mitglied im "Förderkreis Freiwillige Feuerwehr Bockenheim"
Mitglied im Krankenpflegeverein Bockenheim-Kindenheim
Mitglied im Vogelschutzverein
Bis zu seinem Tode war er ein begeisterter Fußballfan, der nicht nur seinen Sohn Bodo (akt. Profi bei SV Darmstadt, Eintracht Frankfurt u. Blau Weiß Berlin) in viele Stadien begleitete, sondern auch den TSV Bockenheim auf dem heimischen Sportgelände durch seine Anwesenheit unterstützte.
Erich Mattern war über Jahre ein sehr engagierter Ortsvorsteher, der für jeden Bürger ob alt oder jung ein offenes Ohr hatte. Er versuchte jedem Bürger gerecht zu werden u. pflegte durch seine permanente Präsenz im Ort, auf Veranstaltungen, Sporteinrichtungen u. Festen die Kommunikation mit den Einwohnern. Diese Eigenschaften sind in der heutigen Zeit nicht unbedingt selbstverständlich.

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